Donnerstag, 25. Juli 2013

Büromäuse

Ja, richtig gelesen. Aber damit sind jetzt nicht meine Kolleginnen und ich auf der Arbeit gemeint.
Gestern Abend brachte mir mein Freund nach einem Überraschungsnotfall zwei verwaiste Babymäuse mit. Ob wir sie durchbringen könnten?
Schnell grob in entsprechende Lektüre eingefunden - ca. 3 Wochen alte Waldmäuse (?), brauchen noch Zufütterung alle 4-6 Stunden, au Mann. Also schnell noch empfohlene Babynahrung und Pipettchen gekauft und nun alle 6 Stunden Mäusejagd mit Zwangsfütterung. Ich sag Euch, die beiden sind nur goldig, aber auch anstrengend. Nächstes Fläschchen ist um 22 Uhr heute fällig, dann wieder so gegen 04:30 Uhr usw. 
Heute musste ich sie dann auch spontan mit ins Büro nehmen per Pet Shuttle, und mit allem Notwendigen ausgestattet. Die Kollegen waren großteils hellauf begeistert, keiner murrte, ich befürchte jedoch, das morgen eine Kollegin Einspruch erhebt. Da unser Chef aber meine Leidenschaft für Nager kennt und weiss, dass diese Situation für heute und morgen eine Ausnahme darstellt (ich meinte knallhart "Jedes Lebewesen, egal wie klein, hat eine Chance verdient, und wenns nicht recht ist, ists okay, aber dann geh ich jetzt gleich heim und nehm morgen Urlaub, denn im Stich lass ich die Kleinen nicht!"), darf ich - falls erforderlich - morgen sein Büro als Unterbringungsplatz nutzen, wenn die Kollegin streiken sollte. Allerdings werde ich die Mäuse morgen wohl in der großen Tragetüte lassen und unter meinen Tisch stellen, dann fallen sie nicht auf. Höchstens, wenn wieder wer kommt "Darf ich sie sehen?". Aber wie es bei Babys eben so ist, sie brauchen sehr viel Schlaf und gerade jetzt, nach dem Verlust von Mama und Geschwistern, viel Ruhe, Zuwendung und Päppelnahrung. Das hat Vorrang vor neugierigen Zuschauern. 
Gestern waren sie sehr malade, doch heute schon sehr quirlig und fit. Ich glaube, wir kriegen sie groß. Nächste Woche steht dann die Geschlechterbestimmung und evtl Trennung an und je nachdem, was die Fachleute sagen und wie die Entwicklung vorangeht, werden wir sie später auswildern oder in gute Hände vermitteln.
Nur ein Mausekind hat bisher einen Namen (Olli für Oliver oder auch Olivia), das andere ist noch namenlos. Ich vote je nachdem für Twist oder Jones ;)
Und hier kommt nun noch ein Bild der Kleinen - sie sind nicht größer als die Hälfte meines Daumens plus Schwänzchen. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.


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