Mittwoch, 6. Februar 2013

Das Drehbuch umschreiben

Der Tag gestern war einer, den ich mir rot im Kalender anstreichen und für schlechte Tage mit Herzchen umrahmen muss. Was mir gestern alles passiert ist, war wie eine Belohnung für die lange Zeit des "aushaltens" und dem Mut zur tatsächlichen Veränderung.
Meine Freundin erzählte mir gestern von einem Buch namens Simply Love, welches ich sicher in der nächsten Zeit mal lesen werde. Sie habe dadurch gelernt, dass man (sinngemäß) von den Schauspielern in seinem Leben nicht erwarten könne, dass sie einfach ohne Regieanweisungen und Vorgaben irgendetwas zusammenschustern, und das am Ende dann noch ein Kassenschlager wird. Wenn man will, dass der Film gelingt, wie man sich das vorstellt, dann muss man den Stift in die Hand nehmen und sein eigenes (Lebens-)Drehbuch umschreiben.
Der Grund für diese tiefsinnige Diskussion war das, was ich die letzten Tage alles erlebt habe. Letzte Woche habe ich die Entscheidung zu einer Veränderung getroffen und vorgestern die Basis dafür gelegt. Es wird nicht leicht, ein gewisses Risiko ist dabei, aber wie ich immer sage - manchmal zahlt sich das sogar doppelt aus. Ich habe damit begonnen, mein Drehbuch umzuschreiben.
Gestern nun war ein Tag, an dem nur schöne Dinge passierten, ein Tag, der mich so positiv umwehte wie schon lange keiner mehr. 
Als Erstes sprang mir in der Früh die Mail meiner... Agentin (? ich weiss nicht, ob das so stimmt, falls Dus liest - es ist mir immer noch so unwirklich, wie soll ich Dich denn mit offizieller Bezeichnung nennen ^^ ?) ins Auge. Das fertig lektorierte Manuskript hing an mit der Bitte, es in Ruhe anzuschauen und gegebenenfalls zu verbessern.
*autorenhüpf*
Also gleich geöffnet - um festzustellen, dass meinereiner auf seinem Netbook nur die Start-, logischerweise nicht aber die Vollversion des benötigten Programmes installiert hatte *facepalm* Schon wieder 100 Mäuse beim lokalen Fachhändler lassen? Naja, wat mut, dat mut. Ne, mut nich. Denn mein erster bester Freund meldete sich sogleich und organisierte mir über die IT Abteilung seiner Firma ein älteres Programm for free, das dort nicht mehr benötigt wird und sonst nur im Sondermüll gelandet wäre.
*computerhüpf*
Wenig später führte ich eine bestimmte Kontrolle durch, um festzustellen, dass eine Vereinbarung tatsächlich eingehalten wurde (bissl kryptisch, näher möchte ich nicht drauf eingehen).
*kryptikhüpf*
Gegen Mittag ging ich erneut zur Thaimassage, da mich seit über einer Woche eine saumäßig schmerzhafte Intercostalneuralgie quält (zuviel Streß und auch etwas zu viel Sport). Die Stunde ging zwar vorbei wie im Flug, aber die Schmerzen durch eine speziell auf mich abgeglichene Druckpunktmassage waren nicht von Pappe. Nach der Sitzung zwar kaputt, aber wieder etwas schmerzfreier.
*liebernichthüpfentutallesweh*
Wieder daheim einen großen Salat geschnibbelt und mich mit einer Freundin, die derzeit etwas kränkelt, gestärkt.
*mampfhüpf*
Kurz abgelegt, da die Massage mich richtig fertig gemacht hatte.
*dämmerhüpf*
Gegen Nachmittag machte ich mich auf den Weg zum Tattoostudio, um meinen aktuellen Termin für mein Sleeve zu verschieben und noch eine kleine Anzahlung zu leisten. Die zuerst genannte Veränderung bedeutet auch, den Geldbeutel die nächste Zeit etwas stärker zusammen zu halten. Auf dem Weg zum Studio eine Blitzidee, wie jene Veränderung noch effizienter gestaltet werden kann.
*kreativhüpf*
Im Studio selber fand der Chef meine offene Art und mein persönliches Erscheinen zur Abklärung so gut und ehrlich, dass er mir anbot, einen fixen Betrag für die erste Sitzung zu zahlen, egal wie weit und viel er da zusammensteche. Es würden sowieso erstmal die Outlines gemacht werden und ehrlich, wer lässt sich schon was anfangen und läuft dann freiwillig mit einem unvollständigen Tattoo herum? Eben, die Gefahr, dass ich nicht wiederkomme, ist gleich Null. Außerdem habe er (!) sich selber schon so auf das Sleeve gefreut wegen den nicht gerade üblichen, dafür aber sehr schönen Motiven, dass er unbedingt stechen möchte, wir würden das schon deichseln.
*überraschungstattoohüpf*
Am Abend dann brachte mein best friend die CD vorbei, eine Freundin schneite spontan herein und so hatten wir noch nen netten Abend zu viert, an dem wir auf einen weiteren Schritt in Richtung "neu" anstiessen.
Jetzt heisst es dranblieben, fleissig sein, sich nicht entmutigen lassen, wenns mal nicht so klappt (was sicher kommen wird, gehört dazu) und einfach weiter das Näschen in den Wind zu strecken.
Das Drehbuch schreibt sich schließlich nicht von selbst.

1 Kommentar:

  1. Ich freu mich total, dass du wieder bloggst und dazu noch so positive Dinge :) toll <3

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