Montag, 5. Dezember 2011

X-Man Meeting - (M)Ein Jahresrückblick

Irgendwie gibt es soviel zu erzählen, dass ich nicht weiss, wo anfangen. Vielleicht wärs gar nicht schlecht, zum langsamen Jahresausklang sämtliche Ereignisse mal Revue passieren zu lassen. Anlass hierfür ist mein NM, der mir - irgendwann musste es ja kommen - neulich zufällig über den Weg lief. München ist ja nicht gross genug. Er hat mich nicht bemerkt, wodurch es mir möglich war, ihm und seinen Begleitungen einen interessierten, langen Blick zu widmen. Ja, zugegeben, neugierig bin ich ja schon ☺ Mein Fazit aus dieser kleinen Beinahe-Begegnung ist nun folgender Jahresrückblick:

Ein Käfig(loch), aus dem ich mich befreite und der alles andere als golden war (wenns wenigstens das gewesen wäre -.-).
Innerhalb von nur vier Tagen eine neue, bezahlbare, tolle Wohnung mit Garten mitten in München (normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit).
Abenteuerliche Vorkommnisse beim Möbelkauf (Möbelkauf ist Krieg!).
Erschreckende Erkenntnisse, wie tief eine Person blicken lassen und somit sinken kann.
Grosser Nachholbedarf in Sachen Freiheit (Weggehen, Männer, so manche kleine bis mittlere Katastrophe, über die ich mittlerweile amüsiert schmunzeln kann).
Selbstreflexion, schonungslos und nicht zu knapp (und noch lange nicht am Ende).
Das grosse Flupp (gesundheitlich und so).
Mein heissgeliebter Hamstermann, der mir gezeigt hat, wie sehr ich ein Tierchen in meinem Leben vermisst habe (siehe Käfig Punkt Eins) - nie wieder ohne Hamster!
Gewichtsschwankungen durch Stress und Co. (runter, rauf, runter, rauf - mittlerweile wieder gut eingependelt).
Blut, das immer dicker als Wasser ist. Immer (thanx to my parents) ♥
Und das Highlight für dieses Jahr:
Meine Freunde und mein Freund (ja, lange hab ich die Klappe gehalten, gleich mehr dazu).

Es sagt viel über einen Charakter aus, wenn man sich - vielleicht aus Einsamkeit, meiner Meinung nach aber eher aus schlichter Bequemlichkeit - nun erneut mit Menschen umgibt, die für mich nicht nur ebenso charakterlich bedenklich sind (gleich und gleich gesellt sich schliesslich gern), sondern über die "man" auch in der Endphase des gemeinsamen Beisammenseins nicht wirklich gute Worte über hatte. In meinen Augen sehr unfein, vielleicht aber auch schlicht bedauerlich.

Mir wurde versucht zu vermitteln, was ich für ein schlechter Mensch sei (ich nenns Kind einfach mal direkt beim Namen). Nun, ich habe dieses Jahr komplett wieder bei Null angefangen. In jeglicher Hinsicht. Und trotzdem nenne ich nun derart viele neue, vor Allem aber hochkarätige Freunde mein eigen, wie ich sie mir nie hätte erträumen lassen. So schlecht kann ich also doch nicht sein. Und weil sie mir so geholfen haben, sollen sie alle an dieser Stelle erwähnt werden:

Da wären - natürlich an erster Stelle und als Spezialpunkt - meine Eltern, die immer hinter mir stehen, egal was passiert, und die mir helfen, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herz bin ♥

Da wäre Christian 1, der mir ein Obdach gewährte, als ich es brauchte, der mit mir meine Pflanzen rettete, mir einen Tisch lieh, als ich keinen hatte, und der mir half, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herz bin ♥

Da wäre Christian 2, der beim Weggehen über einen kleinen Kampfzwerg stolperte und mir dadurch fast vor die Füsse fiel, der mir handwerklich soviel beim Aufbau der Wohnung half, der mit mir zusammen 1:1 durch alle Höhen fliegt und durch alle (Un-)Tiefen einer solchen (manchmal leidvollen) Erfahrung watet, der nun mein mir liebster Freund ist und der mir half, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herz bin ♥

Da wäre Mellie, die nur eine Woche nach meinem Einzug in die neue Wohnung ein ähnliches Schicksal erlitt, praktisch obdachlos wurde und mit der ich über Wochen hinweg eine Wohnung teilte, in der nur Kartons standen, deren Küche nicht nutzbar war und in der das Bett aus einer Doppelluftmatratze bestand (die uns manch kalten Hintern bescherte). Dieser Zusammenhalt hat uns so zusammengeschweisst, dass ich sie nun meine mir liebste Freundin nennen darf, die mir half, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herzen bin. Gemeinsam gegen den Rest der Welt ♥

Da wäre Domi, den ich zufällig (und recht frech) übers Internet kennengelernt habe, mit dem ich die Nächte durchmachen kann, sei es mit Essen, Trinken und eeeeendlosen (ich meine eeeendlosen) Diskussionen, sei es mit streiten (wobei wir da endlich den Bogen gekriegt haben), sei es mit abhotten bis in der Früh und mit dem abschliessenden Verzehr eines Burgers um 6 Uhr am Morgen, der mich "spontan"☺ zu einem Wochenende in Wien mitnahm, der mir erst neulich sagte, dass ich das Schönste sei, was ihm dieses Jahr passiert ist, der nun mein zweiter mir liebster Freund ist und der mir half, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herzen bin ♥

Da wären Christiane und Alexander, die ich zufällig wegen einer gemeinsamen Vorliebe für Ben & Jerry's im Internet kennengelernt habe, die mich sofort in ihre grossen Herzen schlossen, mich aus meinem Mauseloch rauslockten und die mir halfen, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herzen bin (ich faule Nuss muss mich da mal wieder melden) ♥

Da wären... noch so viele, die alle erwähnt werden müssten, weil sie mir alle dieses Jahr auf die eine oder andere Weise beigestanden haben und die mir halfen, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herzen bin (ich habe Euch nicht vergessen, Ihr alle seid einfach wundervoll) ♥

Und da wäre noch Aljoscha, der zunächst "nur" ein Kumpel war und der vor Kurzem zusammen mit mir erkennen musste, dass man sich noch so oft sagen kann, dass man nicht will bzw. erstmal das Singleleben geniessen möchte - wenn der Blitz einschlägt, dann meist dann, wenn man eigentlich so richtig die Nase voll hat. Der mir zeigt, dass eine Beziehung so sein kann, wie ich sie mir immer gewünscht habe - nämlich gesund und normal. Der mit mir zusammen kocht und anschliessend auch aufräumt (ich kenn das gar nicht), der mit mir das Nachtleben unsicher macht, der mit mir ins Kino geht, der mich in den Arm nimmt, ohne dass ich etwas sagen muss, der mit mir zum All U Can Eat Running Sushi geht, der mich fragt, was ich mir zum Geburtstag wünsche (wie gesagt, der überhaupt fragt, der sich Gedanken macht, und nicht sagt "Nein, das kriegst Du nicht!" - "Aba... ich wünsch es mir doch so sehr..." - "Nein, das kriegst Du nicht, dafür geb ich mein Geld nicht aus, wünsch Dir was Anderes." oder "Bestell Dir einfach was und gib mir die Rechnung.", während ich mir für denjenigen welchen nen Wolf nach chicen, teuren Lederhandschuhen gesucht habe, weil die eigenen verbummelt wurden. Ein Kommentar zu einer gewissen Herz- und Lieblosigkeit diesbezüglich erübrigt sich -.-). Der mir Ruhe schenkt und gleichzeitig mit mir Wildpferde stiehlt. Der mich zum lachen bringt und mich glücklich macht. Und und und... der mir hilft, wieder zu erkennen, dass ich ein wertvoller Mensch mit einem tollen Herzen bin ♥

Von ganzem ♥en sage ich diesen Menschen DANKE für ihre Liebe, ihre Freundschaft und ihre Hilfe. 2011 war wirklich ein schlimmes Jahr. Ihr seid für mich da gewesen.
That's what friends are for.


1 Kommentar:

  1. Wirklich ein sehr persönlicher, aber herzensreicher Jahresrückblick, den ich so in der Form auch noch nirgends gelesen habe. Naja, es reicht ja, wenn eine sowas erlebt! ;-) im positiven wie im negativen Sinne. Wobei es mein Jahr so auch nicht ganz war - zum Glück aber nicht auf allen Kanälen. Da würde man ja durchdrehen. Ich denke, es ist wichtig, seine Standbeine auf mehr als nur Arbeit und Familie/Beziehung zu verteilen - und das hast Du gemacht. Freunde sind für mich auch ein wichtiges drittes Standbein, auf dem ich mich abstützen kann, wenn eines der dickeren Beine Arbeit oder Beziehung/Familie gebrochen ist. Ein 4. Standbein ist meine Leidenschaft - bei dir ist es sicher das Schreiben - wie bei mir auch. DAs hilft einem auch über schwierige Momente hinweg.
    Alles Gute für 2012, liebe EmBy!

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