Die letzten Tage habe ich etwas gegrübelt, was ich Euch als nächstes Thema schreiben könnte. Der eigentliche Inhalt dieses Blogs ist, wie Ihr wisst, ja doch relativ düster, und das ist es auch, was - so denke ich, bitte korrigiert mich, falls ich mich da irre - Euch am meisten interessiert. Und trotzdem passieren immer wieder auch lustige und erstaunliche Dinge im Alltag, die es ebenso wert sind, gepostet zu werden.
Ich habe mich dazu entschlossen, Euch heute mal etwas an meinem familiären Background teilhaben zu lassen, auch deshalb, weil mein spezieller Freund seit der letzten Heimsuchung vor einigen Wochen mitten in einer Discothek Ruhe gibt. Es betrifft dabei nicht jene Begegnung aus Rendezvous mit einem Dämon, es gab danach noch ein weiteres Mal, das gleich zwei Menschen live mitbekamen - der eine mein zweiter bester Freund, der für solche Dinge eigentlich nicht viel übrig hat und auch nicht übermässig eingeweiht ist, aber irgendwann doch meinte (Zitat) "Scheisse, was ist denn mit Dir los, schau mich nicht so böse an!" An dem Abend hab ich wirklich mehr kämpfen müssen als bisher, um ihn in Schach zu halten, und wäre ich nicht sofort nach draussen und (zufällig) in jemanden gerannt, der der Sache gewachsen war... na ich mag da gar nicht mehr drüber nachdenken.
Meine Wenigkeit zählt ja nun schon fast 35 Lenze. Uffz. Und erst letztes Jahr zu Weihnachten ergab es sich, dass ich zum ersten Mal ein wenig mehr Einblick in das "Warum?" erhielt. Schon immer habe ich sehr damit gehadert, nicht wirklich viel über meine Familie zu wissen. Ja, die groben Daten mit Mama, Papa und deren Herkunft, klar, die weiss man in der Regel. Nur ist es so, dass ich lediglich über die Herkunft meiner Mutter recht gut informiert bin. Mein Vater hielt sich mit seiner Familienhistorie immer sehr bedeckt, aus einigen, guten Gründen, die mir erst vor wenigen Jahren bekannt wurden, und rückte nur ab und zu mal mit nem klitzekleinen Häppchen raus. Mein Vater war immer strikt der Meinung, übernatürliche Dinge existieren nicht und alle, die sowas behaupten, haben eine Meise. Erstaunlicherweise fing er in den letzten Jahren an, sich in dieser Hinsicht zu öffnen, quasi parallel zu meiner Weiterentwicklung. Ich rede nämlich so, wie mir der Schnabel gewachsen ist und habe meinen Eltern gegenüber nie ein Geheimnis aus dem gemacht, was ich kann. Natürlich hat mich die Jahre lange "Ablehnung" bzw. das lockere "Ach komm, spinn net rum." getroffen, doch mit irgendwem musste ich ja reden. Das war dann zumindest besser als gar nichts.
Immer öfter geschah es, dass mein Vater hier und da kleine Anekdoten erzählte, oder mir mit einem Blick und einem Nicken, wenn Muttern wieder in der Küche war, zu verstehen gab, er wisse genau, wovon ich spreche. Letztes Jahr über die Weihnachtsfeiertage war es dann soweit. Mein Vater und ich hatten richtig gut was getrunken, während sich meine Ma und mein NM zurückgehalten hatten. Ich weiss nicht mehr, wer das Thema ansprach und wie es überhaupt darauf kam, jedenfalls trollten sich die beiden, die der Wein nicht so befüllt hatte, in Küche und Schlafzimmer, während mein Vater und ich uns schweigend anstarrten. Allzu weit möchte ich jetzt nicht in die Materie eindringen, um meine Familie zu schützen, da - und da bin ich mir sowas von sicher - der "Feind" regelmässig mitliest (allein das ist schon bedauerlich, es so formulieren zu müssen, mehr noch als der Umstand selber). Nun, ich blickte meinen Vater direkt in die Augen und sagte leise "Also weisst Du doch, wovon ich schon immer spreche. Und ich dachte, ich hab das von Mamas Seite." Mein Vater schaute mich intensiv an, schüttelte wissend den Kopf, gab ein leises "Nein." von sich und bedeutete mir mit einem Nicken Richtung Küche, dass er nicht weiter über das Thema reden könne oder wolle. Das habe ich vollkommen respektiert.
Einerseits brennt es mir seitdem unter den Nägeln, mehr zu erfahren. Ich möchte wissen, seit wann, wie überhaupt, was genau, und, und, und, möchte mich austauschen, lernen und meinerseits helfen. Andererseits ist allein die Tatsache, zu wissen, dass man doch keine "Meise" hat und quasi einen stillen Verbündeten besitzt, von dem man es noch dazu am wenigsten erwartet hat, immens beruhigend. Klingt komisch, ist aber so.
Vor langer, langer Zeit las ich auf Empfehlung das Buch Ohne Wurzeln keine Flügel. Auch, wenn es darin hauptsächlich um Familienaufstellungen geht, mit denen ich Null Erfahrungen habe und die ich auch für nicht gerade ungefährlich halte, so hat mir dieses Buch insgesamt ein Stück weit geholfen, zu verstehen.
Dass es sehr belastend sein kann, nicht zu wissen, woher man kommt, auch wenn es nur einen Familienteil betrifft.
Dass es in Ordnung ist, sich darüber Gedanken zu machen und mehr wissen zu wollen.
Und dass man aber auch respektieren muss, wenn die betreffenden Personen für sich mit jenem Kapitel abgeschlossen haben.
Ich weiss bis heute kaum etwas über die Familie meines Vaters, und habe mich damit abgefunden (auch wenn ich weiterhin sehr gerne mehr erfahren würde). Aber es hat mir in meiner Entwicklung einen grossen Aha-Effekt verpasst, zu merken, dass ich nicht alleine bin. Vielleicht muss man manchmal gar nicht viel reden.
Manchmal genügen ein Blick und ein Nicken.
Ich habe mich dazu entschlossen, Euch heute mal etwas an meinem familiären Background teilhaben zu lassen, auch deshalb, weil mein spezieller Freund seit der letzten Heimsuchung vor einigen Wochen mitten in einer Discothek Ruhe gibt. Es betrifft dabei nicht jene Begegnung aus Rendezvous mit einem Dämon, es gab danach noch ein weiteres Mal, das gleich zwei Menschen live mitbekamen - der eine mein zweiter bester Freund, der für solche Dinge eigentlich nicht viel übrig hat und auch nicht übermässig eingeweiht ist, aber irgendwann doch meinte (Zitat) "Scheisse, was ist denn mit Dir los, schau mich nicht so böse an!" An dem Abend hab ich wirklich mehr kämpfen müssen als bisher, um ihn in Schach zu halten, und wäre ich nicht sofort nach draussen und (zufällig) in jemanden gerannt, der der Sache gewachsen war... na ich mag da gar nicht mehr drüber nachdenken.
Meine Wenigkeit zählt ja nun schon fast 35 Lenze. Uffz. Und erst letztes Jahr zu Weihnachten ergab es sich, dass ich zum ersten Mal ein wenig mehr Einblick in das "Warum?" erhielt. Schon immer habe ich sehr damit gehadert, nicht wirklich viel über meine Familie zu wissen. Ja, die groben Daten mit Mama, Papa und deren Herkunft, klar, die weiss man in der Regel. Nur ist es so, dass ich lediglich über die Herkunft meiner Mutter recht gut informiert bin. Mein Vater hielt sich mit seiner Familienhistorie immer sehr bedeckt, aus einigen, guten Gründen, die mir erst vor wenigen Jahren bekannt wurden, und rückte nur ab und zu mal mit nem klitzekleinen Häppchen raus. Mein Vater war immer strikt der Meinung, übernatürliche Dinge existieren nicht und alle, die sowas behaupten, haben eine Meise. Erstaunlicherweise fing er in den letzten Jahren an, sich in dieser Hinsicht zu öffnen, quasi parallel zu meiner Weiterentwicklung. Ich rede nämlich so, wie mir der Schnabel gewachsen ist und habe meinen Eltern gegenüber nie ein Geheimnis aus dem gemacht, was ich kann. Natürlich hat mich die Jahre lange "Ablehnung" bzw. das lockere "Ach komm, spinn net rum." getroffen, doch mit irgendwem musste ich ja reden. Das war dann zumindest besser als gar nichts.
Immer öfter geschah es, dass mein Vater hier und da kleine Anekdoten erzählte, oder mir mit einem Blick und einem Nicken, wenn Muttern wieder in der Küche war, zu verstehen gab, er wisse genau, wovon ich spreche. Letztes Jahr über die Weihnachtsfeiertage war es dann soweit. Mein Vater und ich hatten richtig gut was getrunken, während sich meine Ma und mein NM zurückgehalten hatten. Ich weiss nicht mehr, wer das Thema ansprach und wie es überhaupt darauf kam, jedenfalls trollten sich die beiden, die der Wein nicht so befüllt hatte, in Küche und Schlafzimmer, während mein Vater und ich uns schweigend anstarrten. Allzu weit möchte ich jetzt nicht in die Materie eindringen, um meine Familie zu schützen, da - und da bin ich mir sowas von sicher - der "Feind" regelmässig mitliest (allein das ist schon bedauerlich, es so formulieren zu müssen, mehr noch als der Umstand selber). Nun, ich blickte meinen Vater direkt in die Augen und sagte leise "Also weisst Du doch, wovon ich schon immer spreche. Und ich dachte, ich hab das von Mamas Seite." Mein Vater schaute mich intensiv an, schüttelte wissend den Kopf, gab ein leises "Nein." von sich und bedeutete mir mit einem Nicken Richtung Küche, dass er nicht weiter über das Thema reden könne oder wolle. Das habe ich vollkommen respektiert.
Einerseits brennt es mir seitdem unter den Nägeln, mehr zu erfahren. Ich möchte wissen, seit wann, wie überhaupt, was genau, und, und, und, möchte mich austauschen, lernen und meinerseits helfen. Andererseits ist allein die Tatsache, zu wissen, dass man doch keine "Meise" hat und quasi einen stillen Verbündeten besitzt, von dem man es noch dazu am wenigsten erwartet hat, immens beruhigend. Klingt komisch, ist aber so.
Vor langer, langer Zeit las ich auf Empfehlung das Buch Ohne Wurzeln keine Flügel. Auch, wenn es darin hauptsächlich um Familienaufstellungen geht, mit denen ich Null Erfahrungen habe und die ich auch für nicht gerade ungefährlich halte, so hat mir dieses Buch insgesamt ein Stück weit geholfen, zu verstehen.
Dass es sehr belastend sein kann, nicht zu wissen, woher man kommt, auch wenn es nur einen Familienteil betrifft.
Dass es in Ordnung ist, sich darüber Gedanken zu machen und mehr wissen zu wollen.
Und dass man aber auch respektieren muss, wenn die betreffenden Personen für sich mit jenem Kapitel abgeschlossen haben.
Ich weiss bis heute kaum etwas über die Familie meines Vaters, und habe mich damit abgefunden (auch wenn ich weiterhin sehr gerne mehr erfahren würde). Aber es hat mir in meiner Entwicklung einen grossen Aha-Effekt verpasst, zu merken, dass ich nicht alleine bin. Vielleicht muss man manchmal gar nicht viel reden.
Manchmal genügen ein Blick und ein Nicken.

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