Dienstag, 17. Mai 2011

Paranormal Activity

Letztes Wochenende hat mir mein Freund die beiden Teile von Paranormal Activity gezeigt. Schon länger bin ich darum herum geschlichen, habe mich aber nie wirklich daran getraut. Ja Schisser, zugegeben. Es gibt bestimmte Filme, die kann ich mir einfach nicht alleine ansehen oder nicht mal zu zweit, weil mich das, was ich sehe, so dermassen aus den Schuhen haut, dass alles zu spät ist. Das war beispielsweise schon bei Der Exorzismus von Emily Rose der Fall. Bei einigen Sequenzen mussten mein Nochmann (im Folgenden NM) und ich damals umschalten, weil wir uns so ängstigten und ich mich im Speziellen. Als jemand, der sehen kann, sind gewisse Filme einfach kein nervenkitzeliger Zeitvertreib, sondern eher eine Begutachtung, wie viel Wahrheit darin steckt, beziehungsweise wie gut der Filmemacher / Drehbuchschreiber über die andere Welt Bescheid weiss. Wie gesagt, bei letzterem Film gab es ein, zwei Szenen, bei denen ich nur sagte "Das kann ich mir nicht anschauen, das ist zu nah an der Wirklichkeit, wenn ich das jetzt sehe, hab ich heute Nacht wieder die Hölle auf Erden." Klassische Trigger eben. Und wenn man von 30 Nächten mindestens 20 relativ "gejagt" verbringt, lernt man seine Ruhephasen einfach zu schätzen.
Bei Paranormal Activity lag ich stocksteif auf der Couch und musste ebenfalls in gewissen Szenen unter die Decke luren. Da mein Freund wie ich mehr von drüben weiss, allerdings in seiner Entwicklung schon weiter vorangeschritten ist als moi, hatte ich zwar einen gewissen Schutz im Rücken, dachte mir aber die ganze Zeit "Verdammt, warum schaust Du Dir das nur an, es schürt doch nur das, was Du eh schon weisst." Die Antwort ist, ich war einfach neugierig. Was ich in Paranormal Activity zu sehen bekam, war wirklich nicht von schlechten Eltern. Angeblich soll er ja auf wahren Tatsachen beruhen und wenn ich ehrlich bin, ich kann mir das durchaus vorstellen. Es steckt soviel Wissen darin, was für Otto Normalo geschickt als simpler Grusel verpackt wurde, doch dem, der sich mit der Materie ein wenig auskennt, die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Jedesmal, wenn der Ehemann "ihn" provozierte, hab ich vor dem Computer gewinselt "Nein, nein, lass das, Du machst alles total falsch." Als er dann tatsächlich ein Ouija-Board anschleppte, hätte ich am liebsten in den Fernseher gegriffen und es ihm schreiend aus der Hand gerissen. Mit so etwas öffnet man Türen, ohne es zu merken, und das, was dann herbeigerufen wurde, versteht nicht nur keinen Spaß, sondern klebt dann auch an Dir wie Kaugummi in Deinem Haar. Als ich noch mit meinem NM zusammen wohnte, berichtete er mir von Zeit zu Zeit in der Früh von komischen Dingen, die ich in der Nacht gemacht hätte. Einmal, meinte er, sei er noch am Computer gesessen, während ich schon oben im Bett lag und schlief. Plötzlich hätte ich derart schallend laut zu lachen begonnen, dass ihn das glatt fünf Jahren seines Lebens gekostet hätte. Danach sei sofort wieder Ruhe gewesen. Ein anderes Mal wachte er mitten in der Nacht auf, weil er etwas gehört hatte. Er fand mich kerzengerade im Bett sitzend vor, wie ich ein Gespräch mit jemandem führte, der für ihn nicht sichtbar war. Das Erstaunliche daran war, dass ich schlief, und mich trotzdem offenbar derart klar artikulierte (man neigt beim Schlafsprechen ja doch eher zum Nuscheln), dass mein NM in der Lage war, dem Gespräch zu folgen. Er meinte, man hätte richtig gemerkt, wie ich das Gegenüber habe erzählen lassen, um selber im Anschluss darauf zu antworten. Als er mir am nächsten Tag davon berichtete und meinte, dass habe ihn ziemlich fertig gemacht, sagte ich nur simpel "Ich weiss. ER war heute Nacht wieder da." Wer ER ist, darüber möchte ich jedoch (noch) Stillschweigen bewahren, denn es ist wie in Paranormal Activity - je mehr Aufmerksamkeit man diesen Wesen schenkt, desto mehr versuchen sie auch, jene zu erlangen.
Mein NM hatte sich diesen Film einst alleine in der Nacht angesehen und später nur gemeint, ich dürfte mir den auf keinen Fall ansehen, der würde mich nur fertig machen. Ehrlich, hätte ich jetzt nicht einen gewissen Schutz, ich hätte mir das garantiert nicht angesehen. So aber konnte ichs ganz gut wegstecken.
Naja.
Bis zur ersten Nacht, in der ich wieder allein schlafen musste.
Da zog ich mir nur noch die Decke übern Kopf, hoffte auf den Schutz meines neuen Tattoos (aber davon ein anderes Mal) und versuchte, ganz schnell einzuschlafen.
Mir reichts, wenn mein Begleiter des Nächtens in meinen Träumen an mir klebt.
Live und in Farbe muss das dann aber wirklich nicht sein...

Kommentare:

  1. "Der Exorzismus der Emily Rose" hat mich derart verstört, dass ich die meiste Zeit des Films mit geschlossenen Augen und zugehaltenen Ohren im Kino saß. Der hat mich richtig fertig gemacht...
    Den ersten Teil von "Paranormal Activity" hab ich auch gesehen, aber schon wieder vergessen.

    Eigentlich machen mich solche Filme total ängstlich und alleine könnte ich sie niemals ansehen, aber trotzdem nutze ich jede Gelegenheit sie mir mit Mann anzusehen... eigenltich völlig idiotisch -.-

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  2. Also "Otto Normalfrau" was 'das Sehen' angeht, werde ich mir den Paranormal Activity demnächst echt mal ansehen. Hab ihn auch schon von einigen empfohlen bekommen. Umso interessanter was Du darüber denkst und wenn Du sagst, dass es real ist...nun, dann für mich ein Grund mehr zum Anschauen. Ich werde aber auch nicht verfolgt davon...zum Glück!

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  3. Also das es übersinliches gibt weis ich, ich bin fro das mich niemand kennt den ich kan bestädigen das es Geister/ Demonen gibt was für andere nur ein Spiel im gendaken ist. Aber wenn du nie auf das reagiesrt lassen sie dich auch in ruhe auser du hast solche angst, das sich sich davon ernären können. Aber bitte diese Filma habe ich mir angesehn sie sind spannend aber nicht auf der Realität. welcher Geist/ Demon würde dich von Bett raus zihen hmm. GAber was stimmt wen du Tischal rücks bz. Gläser rücken machst dan öffnest du wircklich eine Türe und nur selten kommen die Guten.

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  4. http://thedarkworldofemilybyron.blogspot.com/2011/06/der-unsichtbare-dritte.html

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