Freitag, 11. März 2011

Heute war ich in der Toskana...

...nachdem gut fünfzehn Jahren seit dem ersten Urlaub vergangen sind. Es war wohl an der Zeit, sich mal darüber Gedanken zu machen. Warum in die Ferne schweifen, wenn... na Ihr wisst schon.
Wieso ich aber gerade jetzt darauf komme?
Meine Eltern bekamen zu Weihnachten ein Riesenpaket von einem italienischen Gut namens


unterhalb von Florenz, in dem sich neben einem halben Riesenpecorino auch einige sehr gute Weine und verschiedene Salamis befanden. Als wunderbares Extra lag das hauseigene Kochbuch mit nicht weniger als 400 (!) Seiten bei. Da meine Mutter keinen Platz mehr hatte und nicht unbedingt der Pecorinofan war, durfte ich bis auf die Salamis alles abstauben.
Ihr könnt ja jetzt lachen, aber der Pecorino war mir beim Umzug eins der wichtigsten Dinge, und ein guter Freund ermahnte mich zudem ständig "Vergiss bloss den Käse nicht!" Dieser Käse wurde inzwischen angeschnitten und sorgte auf der Pasta für ein Geschmackserlebnis sondersgleichen.
In der Zwischenzeit hatte ich bereits übers Internet den Katalog bestellt, der bis heute - wieder wegen des Umzugs - auf seine Betrachtung warten musste. Zudem hat mich gerade eine Grippe niedergestreckt, zeitlich bot sich das also auch an.
Ich staunte nicht schlecht, wie liebevoll das kleine Paket verarbeitet war, mit Seidenpapier umwickelt und mit einer kleinen DVD über das Gut versehen. Ich dachte, na der Film geht vielleicht ne halbe Stunde, den schauste jetzt mal an. Der Film, ja der läuft immer noch. Seit über 1 Stunde und ein Ende ist nicht in Sicht. Aber irgendwie will man das auch gar nicht. Statt dessen überkommt einen schon nach fünf Minuten der unbändige Drang, in den Fernseher zu kriechen und sofort auf diesem Hof seinen Urlaub verbringen zu wollen. Man will die toskanische Abendsonne auf seiner Nase brennen spüren, mit an der langen Tafel vorm Haus das leckere Olivenöl auf dem hauseigenen Brot schmecken und mit den Grillen durch die prächtigen Weinberge tanzen.
Heute war ich in der Toskana.
Einer der schönsten Mikrourlaube, die ich je von meinem Sofa aus erleben durfte.






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