Montag, 8. November 2010

Wenn die Stunde schlägt

Schon wieder heute Nacht. Langsam könnt ich narrisch werden.
Punkt 3:00 Uhr schreck ich in den letzten Wochen regelmäßig aus dem Schlaf hoch und bin hellwach, egal wann ich ins Bett bin. Bis ich wieder einschlummere, dauerts dann seine Zeit. Die Träume, die danach kommen, sind meistens nicht von Pappe. So wie heute. Es war eine sehr bizarre Situation, in der ich plötzlich gelbliche Augen hatte (dank Spiegel im Zimmer sichtbar) und mit einer tief verzerrten Stimme sprach. Soweit ich mich erinner, war ich sogar männlich? Ich weiss nicht, ob er wieder da war oder einer seiner Spießgesellen, aber da war definitiv wer. Selbst der Mann hats gespürt...
War klar, die Ruhe vor dem Sturm hatte ja lange genug gedauert...
Um die Stunde 3:00 Uhr ranken sich diverse Mythen. Die Kirche sieht diese Zeit als Symbol für den Angriff auf die christliche Dreifaltigkeit. Ich gestehe, auf dem Gebiet nicht bewandert genug zu sein, um hierauf weiter eingehen zu können. Wer mehr weiß, bitte gerne melden.
Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass gerade zu jener Stunde viele Menschen sterben, die entweder das Alter dazu hatten oder unter einer langen Krankheit litten. Warum? Angeblich beginnt - abhängig von der Schlafenszeit - zwischen 2:30 Uhr bis etwa 04:00 Uhr die Zeit, in der "ein bereits geschwächter Kreislauf oder ein schon angegriffenes Herz in ein gefährliches Tief sinken können. In dieser Zeit - also am frühen Morgen - sterben die meisten Herz-Kreislauf-Patienten. Um diese Zeit passieren häufig Schlaganfälle, Herzinfarkte und ähnliche Ereignisse" (User quopiam über www.gutefrage.net). Ist natürlich keine einwandfreie, da laienhafte Erklärung, medizinisch möchte ich mich auch nicht dazu äußern (geht sowieso nicht, bin schließlich kein Arzt). Dennoch ist diese Erläuterung für mich relativ nachvollziehbar. Ja wirklich, trotz aller Mystik und Theorie bin ich für derartige Ausführungen durchaus zu haben.
Für mich persönlich gilt hier die gleiche Schlußfolgerung wie ein paar Posts früher für die "Gin Tonic"-Erfahrung
(http://thedarkworldofemilybyron.blogspot.com/2010/11/ein-systemabsturz-und-seine-folgen.html).
Gerade weil der Kreislauf in dieser Zeitspanne runterfährt, ist man stärker angreifbar als sonst. Das wiederum würde erklären, warum ich - im Moment vor Streß und Überarbeitung eh schon recht dünnhäutig - regelmäßig um Punkt 3:00 Uhr wach werde, gut schlagen wir hier fünf Minuten drauf und ziehen da zehn ab. Man kann jetzt auch nicht behaupten, dass ich mich drauf versteife und somit selbst programmiere, denn so richtig aufgefallen ist mir das ganze erst heute Nacht. Da purzelte ich aus dem Bett, tapste gen Handy und guckte verschlafen auf die Uhr, als mir schlagartig auffiel "Na super, schon wieder Drei." Dann ein wenig wachgelegen, wieder eingepennt und im Anschluss diesen merkwürdigen Traum. Erst heute Morgen bekam das ganze für mich ein Gesicht.
Was kann man daraus lernen?
Ist offenbar eine dieser Geschichten, an der mehr dran ist, als man vielleicht meinen möchte. Und es wäre wirklich verdammt nett, endlich mal wieder eine ruhige Nacht zu haben.
Ohne "Besuch" *grmpf*


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