Donnerstag, 11. November 2010

In WHAT we trust?

Glaube - was ein heisses Eisen.
Ich würds ja eigentlich auch nicht anfassen, denn meiner Meinung nach darf, soll und kann jeder das glauben, was ihm persönlich gut tut, wenn er keinem anderen damit in irgendeiner Art und Weise schadet. Find ich persönlich ne gute Regelung, somit hab ich auch kein Problem mit Zeugen Jehovas oder solchen, die sich dafür ausgeben (*ironischerwinkmitdembetonpfeiler*), solang sie nicht vor meiner Tür stehen oder mir Wurzelbürsten verkaufen wollen. Womit ich allerdings ein Problem habe sind die Menschen, die so tief in ihren Glauben verstrickt sind, dass sie dadurch keinem vernünftigen, weltlichen Argument mehr zugängig sind. Und andere - zumeist Schutzbefohlene - mit ins bodenlose Unglück stürzen.
Gott, Allah, wie immer sie auch alle heissen, ob nur einer oder ganze Scharen, jeder, wie er glücklich wird. Auch, wenn das bedeutet, dieses Glück verkehrt sich ins Gegenteil. Ist okay, solang es nur einen selber betrifft. Anders siehts aus, sobald Zweite und Dritte betroffen sind. Kinder zum Beispiel.
Mir ist seit einiger Zeit an derart unfassbarer Fall angetragen, dass sämtliche betreffenden Institutionen nur noch mit den Händen ringen. Wir machen und tun, wir reissen uns die Beine aus, nur um am Ende jeden Tages zu sehen, dass wir unsere Hausaufgaben brav erledigt haben, und die Hauptperson sich hinstellt und sagt "Meine Hausaufgaben hat der Hund gefressen."
Nicht so tragisch, wenns wirklich um Hausaufgaben ginge, doch verheerend, wenns die Existenz betrifft. Was soll man da noch machen? Alle Methoden sind gescheitert, die sanfte, die harte, der Wattebausch, die Keule...
Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, an dem das Gegenüber meint "I trust in god and god will save me. I trust you and I do believe in miracles. I know that oh my trust will save me."





Ja da fällt mir so langsam nix mehr ein. Deshalb auch die vielen Leerzeilen.
Glaube ist was Wunderbares, er verleiht Kraft in schweren Zeiten und liefert für vieles, das sonst nicht erklärbar wäre, die ein oder andere Erkenntnis. Deshalb haben es Menschen mit Glauben im Leben auch nachweislich leichter als Agnostiker oder Atheisten.
Aber Gott zahlt nunmal keine Schulden.
Gott füllt Dir auch nicht den Kühlschrank.
Und Gott wärmt Dir im Winter erst recht nicht die Bude.
Das ist DEIN Job.
DEINER ganz allein.
Als Gott uns geformt hat, da gab er uns nämlich nicht nur die tolle Sache mit dem eigenen Willen, sondern auch zeitgleich die Verpflichtung mit, "Ich schenk Dirs Leben, aber meistern musst Dus selber."

Wunder gibt es immer wieder, das wusste schon die gute Katja. Wenn man unverletzt einen schlimmen Unfall überlebt. Wenn man nach zehn Jahren Lähmung plötzlich wieder laufen kann. Die Liste solcher Fälle ist endlos. Ich will mich jetzt nicht darin erbrechen, bis ins Kleinste penibel sämtliche Wahrscheinlichkeiten auszurechnen oder irgendwelche biologischen Möglichkeiten einzubeziehen, darum geht es hier auch nicht. "Als Wunder (griechisch thauma) gilt umgangssprachlich ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Es bezeichnet demnach allgemein etwas „Erstaunliches" und „Außergewöhnliches" (griech. thaumasion)." ( Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Wunder )...
Wenn ich meine Wohnung nicht verliere, weil dem Antragsteller wegen akuter Überlastung beim ausfüllen des Formblatts schlicht ein Versehen unterlief, indem er eine Angabe vergass, dann ist das KEIN Wunder. Es ist, wie schon geschrieben, auf menschliches Versagen zurückzuführen. Aber nein, höre ich schon besagte Partei, das ist ein Wunder und ich bin gerettet.
Ja genau.
Bis zum nächsten Termin.
Und welches Wunder meinste, kommt dann?
Gottes Geduldsfaden hat schließlich auch keine Endlosspule. Oder hätte er den Menschen sonst bestraft wegen eines popeligen Apfels?
Hier gilt ebenso:
Ein Wunder zahlt Dir keine Schulden.
Ein Wunder füllt Dir auch nicht den Kühlschrank.
Und Wunder wärmen Dir im Winter erst recht nicht die Bude.
Das ist DEIN Job.
DEINER ganz allein.

Wenn Du dann noch Kinder hast, die in Deinem fanatischen "Es wird schon alles gut gehen, denn I have trust"-Kosmos aufwachsen, fernab jeglicher Realität und bar jeden vernünftigen Handelns, dann glaube der alten Tante G, wenn die Dir sagt, dass Du demnächst mächtig auf die Fresse fliegst. Sag nicht, sie hätte sich nicht gekümmert. Und sag nicht, sie hätte Dich nicht gewarnt. Sie kann Dir nur den Weg ebenen - gehen musst Du ihn allein.

Tja soweit, so schlecht.

Ein Problem hab ich allerdings. Die Person, von der hier geschrieben steht, ist mir meines Empfindens nach nicht ganz eindeutig zuzuordnen. Bezüglich Herkunft und Religion.
Und so langsam befürchte ich, dass Zebrafinken und Hoppelhäschen neben ihrer Rolle als Spielgefährten für die Kinder noch eine ganz andere Funktion erfüllen. Nennt es Ahnung oder Respekt, aber mir schwant, so langsam sollt ich mir mal ein Gris-Gris besorgen.
Nur für den Fall, dass mich ab Ende nächster Woche ein plötzlicher, unerklärlicher Kopfschmerz befällt...

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