Samstag, 3. Juli 2010

Ungeduld

Hier und da werde ich gefragt, worum es in meiner Geschichte geht. Je nachdem, wer mir gegenüber sitzt, fällt die Antwort relativ bedeckt und oberflächlich aus, oder auch schon mal mit einem kleinen Detail als Leckerli. Sicher, klappern gehört zum Handwerk und nicht mit der Sprache heraus zu rücken kann auch als eine Art Strategie bezeichnet werden. Der Nebeneffekt ist nett, keine Frage, allerdings nicht von mir beabsichtigt. Mir geht es vielmehr darum, noch abzuwarten, bis alles soweit in trockenen Tüchern ist. Eine Freundin, die zu meinen ersten Lesern der Rohfassung gehört, hüpft schon ungeduldig von einem Bein aufs andere, weil sie endlich das Cover sehen und das Endergebnis in Händen halten möchte (und dafür könnte ich sie knutschen). Doch auch sie muss ich noch vertrösten. Bevor nicht wirklich alles passt, wird das Mäntelchen der Geheimhaltung weiterhin darüber gebettet. Was man vielleicht schon einmal sagen kann ist, dass es wohl mehr ein Frauenbuch als eins für Männer ist. Da möchte ich jedoch nicht verallgemeinern, denn sicher werden auch einige Mitglieder des anderen Geschlechts Gefallen an der Geschichte finden. Sie ist düster, grausam, pervers, und dann auch wieder liebevoll, romantisch, einfühlsam. Also von allem etwas dabei. Und während ich grübel, was ich Euch noch vorab erzählen könnte, merke ich, wie ich selber anfange, unruhig auf dem Stuhl hin und her zu rutschen.
Es dauert doch noch seine Zeit.
Jetzt hat sie mich auch, die Ungeduld.

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